Schweres Tragen (loaded carries) – eine wichtige und effektive Trainingsform

Das Tragen schwerer und verschiedener Gegenstände, im Englischen „loaded carries“ genannt, stellt eine der besten Möglichkeiten dar, um in kurzer Zeit die Fitness bezüglich der Kraft, Stabilität und Ausdauer zu verbessern.

Aus diesem Grund haben viele der erfolgreichsten Fitness- und Athletiktrainer diese Trainingsform häufig in ihren Trainingsprogrammen integriert.

Sämtliche Muskeln werden trainiert, die Haltung verbessert sich und die Übertragbarkeit auf den Alltag liegt klar auf der Hand.

Aus gesundheitlicher Sicht ist hierbei besonders die Wirkung auf die Stabilisation der Wirbelsäule, der Hüften und der Schultern hervorzuheben. Prof. Stuart McGill, einer der weltweit führenden Wirbelsäulenexperten, hat hierzu beispielsweise viele Untersuchungen durchgeführt und empfiehlt das Tragen verschiedener Gegenstände in verschiedenen Varianten.

Im Training bieten sich vor allem Kettlebells, Sandbags, Kurzhanteln, Medizinbälle, Hantelscheiben und Trainingspartner als Gewichte an.

Durchgeführt über mehrere Minuten oder in kurzen Intervallen wird jeder schon nach wenigen Trainingseinheiten die positiven Effekte dieser Trainingsmethode spüren.

 

2 Kommentare

  1. Veröffentlich von Rabea Kieß am 1. Juni 2018 um 12:24

    Sehr guter Ansatz Till. Dabei sind aber unbedingt vor allem Frauen zu berücksichtigen, die Kinder geboren haben! Für den Beckenboden ist schweres Tragen eine starke Belastung und kann zu Inkontinenzproblemen führen, auch noch Jahre später. Es muss zunächst sicher gestellt werden, dass der Beckenboden stabil ist und die Ansteuerung der Core Muskulatur funktioniert.

    • Veröffentlich von Till Sukopp am 1. Juni 2018 um 21:12

      Liebe Rabea,
      danke für deinen Beitrag. Es gibt immer Übungen, die manche Menschen nicht durchführen können und ich bin auch kein Freund davon, Menschen mit Beckenbodenschwäche direkt maximal zu belasten. „Schweres Tragen“ ist ja auch immer relativ.

      Beim Training der Beckenbodenmuskulatur herrschen jedoch noch jede Menge Missverständnisse. Zunächst einmal stellt sich die Frage, wie sichergestellt werden kann, dass der Beckenboden stabil ist. Beim Training hat es sich gezeigt, dass die Beckenbodenmuskulatur vor allem reaktiv trainiert werden sollte, da es im Alltag kaum möglich ist, sie bei Bedarf immer vorher willentlich anzuspannen.

      Eine sehr gute Methode, um den Beckenboden reaktiv zu trainieren, ist z. B. das Gehen auf verschiedenen, unebenen Untergründen (am besten barfuß) und das Tragen verschiedener Gewichte in verschiedenen Positionen (am besten beides).

      Die Naturvölker machen es uns vor. Da wird das Kind einfach viel getragen. Ein Kollege von uns hat z. B. einen inkontinenten Klienten 14 Tage in die Berge geschickt, wo er möglichst barfuß mit Rucksack neben den Wegen gehen sollte. Danach war die Inkontinenz verschwunden.
      Wer keine Berge in der Nähe hat, wird vom Dynamic Variable Resistance Training-System sicher sehr profitieren können (zur Info einfach „D.V.R.T.“ im grünen Suchfeld oben eingeben).
      Die sogenannten Rückbildungskurse, die jungen Müttern angeboten werden, haben leider mehr sozialen Charakter, da außer ein paar Wahrnehmungsübungen für die Beckenbodenmuskulatur nichts nennenswert passiert. Allerdings ist die Wahrnehmung für die Muskulatur eine Grundvoraussetzung.

      Aus meiner Sicht werden die meisten Mütter gerade deswegen inkontinent, weil sie keine reaktiven Übungen trainieren, zu wenig Gewichte tragen und in der Regel auch nicht wissen, wie sie funktionell bei anstrengenden Tätigkeiten atmen.

      Natürlich muss auch die Rumpfmuskulatur wieder richtig (reaktiv) arbeiten können.

      Meine Tipps auf die Schnelle sind also:
      1.) Wahrnehmung für die Beckenbodenmuskulatur bekommen und gezieltes Anspannen lernen, um das Gefühl dafür zu bekommen.
      2.) Das Erlernen funktioneller Atmung und anfangen mit Tragen verschiedener Gegenstände in verschiedenen Haltungen (Kind, Kettlebells, Sandbags, Kurzhanteln, Medizinbälle, Hantelscheiben, Rucksack, …)
      3.) Natürlich gibt es auch noch viele weitere Übungen, aber die sind in diesem Rahmen schwer zu erklären.

      Viele Grüße
      Till

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