Wie Sie gesünder durch die Erkältungszeit kommen – Vitamin D

Herbst und Winter sind als die Erkältungszeit bekannt und für einen gesunden Körper ist es entgegen landläufiger Meinung nicht normal, dass man mehr als einen Schnupfen oder eine kleine Erkältung pro Jahr bekommt (als eine Art Selbstreinigungsprozess des Körpers).

Alles darüber hinaus ist ein Zeichen eines nicht richtig arbeitenden Immunsystems, das v. a. durch (emotionalen) Stress und ungeeignete Ernährung geschwächt wird.

Hier ein paar kurze Tipps:

– Auf ausreichend Schlaf achten.

– Viel Bewegung an der frischen Luft, v. a. flottes Marschieren/Spazieren.

– Reichlich Gemüse essen und etwas Obst

– Zucker, Alkohol, Getreide- und Kuhmilchprodukte nur in Maßen genießen

– Vitamin D3 supplementieren (Öl oder Kapseln): Das ist ein sehr wichtiges „Vitamin“ (eigentlich ist es kein Vitamin), von dem praktisch alle Deutschen VIEL zu wenig im Körper haben. Sämtliche Aussagen darüber, dass es über die Ernährung ausreichend zur Verfügung stehen würde, sind Unsinn, denn die Studienlage bestätigt das Gegenteil.

Es ist richtig, dass Sonnenbestrahlung helfen kann, wenn sie in einem bestimmten Winkel einfällt, aber nicht in unseren Breitengraden und ich kenne niemanden, der das ganze Jahr hindurch mittags zwei Stunden lang mit nacktem Oberkörper durch die Gegend spaziert. Also fällt auch das Argument mit der Sonne weg.

Es sollte reichlich eingenommen werden und kostet ca. 0,06-0,10 Euro am Tag (wenigstens 800-2.000 internationale Einheiten senken bereits das Auftreten von Atemwegserkrankungen, wenigstens 5.000-10.000 I.E. pro Tag in den ersten Wochen/Monaten wären jedoch besser, v. a. bei Autoimmunerkrankungen). Es gibt auch Ansätze diese Dosierungsempfehlungen zu Beginn sogar noch zu vervielfachen, damit man nicht mehrere Monate benötigt, um auf einen „guten“ bzw. wünschenswerten Vitamin D3-Spiegel zu kommen (s.u.).

Viele weitere gute Informationen samt Studien und Literaturhinweisen bieten z. B. diese Bücher:

Dr. Reinmund von Helden: Gesund in sieben Tagen. Hygeia-Verlag

Dr. Nicolai Worm: Heilkraft D. Systemed Verlag

Jeff T. Bowles: Hochdosiert. Die wundersamen Auswirkungen extrem hoher Dosen von Vitamin D3: Das große Geheimnis, das Ihnen die Pharmaindustrie vorenthalten will. Mobiwell

Die Angst vor einer eventuellen Überdosierung ist unnötig, denn das ist äußerst schwer in der Umsetzung. Mögliche Nebenwirkungen: Eine bessere Gesundheit in sämtlichen Funktionsbereichen des Körpers. Ängstliche Menschen sollten wissen, dass ein zehnminütiges Sonnenbad im Hochsommer ca. 10.000 I.E. an Vitamin D3-Produktion bewirkt…

Ein Vitamin-D-Spiegel ab 300 ng/ml wird als toxisch eingestuft. In einem Einzelfall hat ein Deutscher versehentlich sechs Monate lang 1.200.000 I.E. (1,2 Mio. Einheiten!) täglich eingenommen. Dann wurde entdeckt, dass die Knochen sich entkalzifizierten. Nach zwei Tagen im Krankenhaus konnte er wieder entlassen werden.

Bei den oben genannten Empfehlungen zur Einnahme gibt es also keinen Anlass zur Sorge.

Eine aktuelle Berechnung hat ergeben, dass man im europäischen Gesundheitswesen ca. 300 bis 500 Milliarden Euro (!) sparen könnte, wenn man den Vitamin D-Spiegel der Europäer auf 30-40 ng/ml im Blut anheben würde.

Optimal gelten jedoch Werte ab 50, besser 60 bis 90 ng/ml. Obergrenzen werden teilweise bei 100 ng/ml angegeben. Der Durchschnittseuropäer hat übrigens Werte von 15-20 ng/ml (und liegt somit weit unter dem „guten“, geschweige denn „gefährlichen“ Bereich).

Diese Informationen erfährt die Öffentlichkeit aber nicht, denn wir sollen nicht gesund sein, aber das ist ein anderes Thema und würde hier den Rahmen sprengen.

Ich habe einige der Daten u. a. aus diversen Ärztefortbildungen, bei denen aktuelle Studien vorgestellt wurden.

Fazit:

Vitamin D ist sehr hilfreich, um Atemwegsinfektionen vorzubeugen und spielt eine vorbeugende und therapeutische Rolle bei vielen anderen Symptomen und Erkrankungen (z. B. Osteoporose, Muskelschwäche, Herz-Kreislauf-Probleme, Depression, Diabetes, Bluthochdruck, Krebs, Autoimmunerkrankungen, Multiple Sklerose oder Schmerzen allgemein).

Natürlich bietet es sich an, zunächst beim Arzt auf Selbstzahlerbasis den 25-Hydroxy-Vitamin-D-Spiegel messen zu lassen, um zu wissen wo man steht. Aber erschrecken Sie sich nicht über Ihr Ergebnis.

2 Kommentare

  1. Veröffentlich von Sebastian Drabow am 5. November 2017 um 10:17

    Vielen Dank für diesen Artikel! Wenn ich ein Supplement mit 24ng / Tablette nehme, wie viele I.E. sind das dann und wäre diese Dosierung ausreichend (ohne vorher den genauen Bedarf oder Blutwert ermittelt zu haben)?
    Sportliche Grüße,
    Sebastian Drabow

    • Veröffentlich von Till Sukopp am 6. November 2017 um 6:47

      Hallo Sebastian,
      dies ist keine medizinische Ratgeberseite. Die Umrechnungen lassen sich schnell im Internet finden und wenn du deinen Blutwert nicht kennst, lässt sich leider nicht sagen, ob die Dosierung ausreichend ist. Wie lange muss ich z. B. fahren, um nach Hamburg zu kommen? Keine Ahnung, denn ich muss wissen, wo ich starte und wie schnell ich mich bewege.
      Beste Grüße
      Till

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