Wie gering ist der Lebenswille, wenn man seinen Körper so misshandelt wie es die meisten Menschen tun?

Kürzlich bin ich über eine sehr interessante Unterhaltung gestolpert, die viele nachdenklich stimmen oder vielleicht sogar einige wachrütteln könnte.

Daher zitiere ich den Text:

 

Kümmere dich um Gottes willen besser um dich selbst.

Die Fürsorge für deinen Körper spottet jeder Beschreibung:

Du achtest kaum auf ihn – es sei denn, du hast den Verdacht, dass irgend etwas mit ihm nicht stimmt.

Hinsichtlich einer Gesundheitsvorsorge unternimmst du praktisch gar nichts.

Du kümmerst dich mehr um dein Auto als um deinen Körper – und das will nicht viel heißen.

Du beugst den Zusammenbrüchen nicht durch regelmäßige, alljährliche ärztliche Untersuchungen vor und wendest auch die vorordneten Therapien und Arzneien nicht an.

(Kannst du mir etwa erklären, warum du zur Ärztin gehst, ihre Hilfe erbittest und dann ihre Heilvorschläge missachtest?) Und nicht nur das, zwischen diesen Arztbesuchen mit ihren unbeachtet bleibenden Ratschlägen und Verordnungen misshandelst du auch noch deinen Körper auf grässliche Weise!

Du ertüchtigst ihn nicht, also wird er wabbelig, und schlimmer noch, er büßt an Leistungskraft ein, weil er nicht gefordert wird.

Du ernährst ihn nicht richtig, wodurch du ihn noch mehr schwächst.

Dann stopfst du ihn mit allen möglichen Giftstoffen voll und mit den absurdesten Substanzen, die sich Nahrung nennen.

Und immer noch leistet dir diese wunderbare Maschine ihre Dienste, erfüllt unverdrossen ihre Pflicht trotz deiner Attacken auf sie.

Es ist schrecklich.

Die Bedingungen, unter denen du deinem Körper das Überleben abverlangst, sind grausam.

Aber du wirst in dieser Hinsicht wenig oder gar nichts unternehmen. Du wirst dies lesen, reuig zustimmend mit dem Kopf nicken und sogleich mit deinen Mißhandlungen fortfahren.

Und weißt du warum?“

„Ich fürchte mich davor zu fragen.“

„Weil du keinen Lebenswillen hast.“

„Das scheint mir ein hartes Urteil zu sein.“

„Weder ist es hart noch als Urteil gemeint. ‚Hart‘ ist ein relativer Begriff und eine Wertung, die du den Worten beimisst. ‚Urteil‘ beinhaltet Schuld, und ‚Schuld‘ beinhaltet ein Vergehen. Doch hier sind weder ein Vergehen noch Schuld, noch ein Urteil impliziert.

Ich habe einfach eine wahrheitsgemäße Aussage gemacht. Wie alle Aussagen über die Wahrheit hat sie die Eigenschaft, dich aufzuwecken.

Manche – was heißt manche, die meisten – Leute mögen es nicht, wachgerüttelt zu werden. Sie wollen lieber weiterschlafen.

Die Welt ist in den derzeitigen Zustand geraten, weil sie von Schlafwandlern bevölkert ist.

Und was scheint nun an meiner Aussage unwahr zu sein?

Du hast keinen Lebenswillen. Zumindest hattest du ihn bis jetzt nicht.

Wenn du mir erzählst, dass nun bei dir eine ’sofortige Bekehrung‘ eingetreten ist, werde ich meine Vorhersage darüber, was du nun tun wirst, revidieren. Ich gebe zu, daß diese Vorhersage auf den Erfahrungen der Vergangenheit beruht.

…Sie sollte dich auch wachrütteln. Manchmal muss man eine Person, die tief schläft, etwas unsanfter wecken.

Ich habe in der Vergangenheit bemerkt, dass dein Lebenswille nur sehr mäßig ausgeprägt ist. Du magst das bestreiten, aber in diesem Fall sprechen deine Handlungen lauter als deine Worte.

Wenn du dir je eine Zigarette angezündet hast – ganz zu schweigen vom Rauchen eines Päckchens pro Tag, und das zwanzig Jahre lang, wie du es tatest -, dann hast du in der Tat einen sehr geringen Lebenswillen.

Es ist dir egal, was du deinem Körper antust.“

„Aber ich habe vor zehn Jahren mit dem Rauchen aufgehört!“

„Erst nach zwanzig Jahren härtester körperlicher Bestrafung. Auch daß du deinem Körper Alkohol zugeführt hast, zeugt von einem miserablen Lebenswillen.“

„Ich trinke in sehr bescheidenem Maße.“

„Der Körper ist nicht darauf ausgerichtet, Alkohol aufzunehmen. Das beeinträchtigt und schädigt den Geist.“

Quelle: Walsch, N. D.: Gespräche mit Gott. Vollständige Ausgabe. arkana, 2009,  S. 226-228.

 

FAZIT: Wir sollten unseren Körper (wieder) mehr lieben und behandeln wie unseren besten Partner, denn es ist der Einzige, den wir haben werden (zumindest in diesem Leben).

 

6 Kommentare

  1. Veröffentlich von Dieter am 20. Juli 2015 um 13:30

    Wiedermal etwas das ich gerade gut gebrauchen kann leg mich jetzt mal eben hin und mache ein Nickerchen
    Danke Gruß D

  2. Veröffentlich von Patrick am 22. Juli 2015 um 10:49

    Darauf erst mal ein Bier! Prost!

  3. Veröffentlich von Alexander am 23. Juli 2015 um 16:05

    Hallo, ich wollte mal fragen wie das mit dem Springseiltraining aussieht.
    Ist es noch gesund (z.B. fürs Herz), 5x ca. 30 Minuten immer voll Speed, natürlich mit Pausen zwischendurch, zu trainieren?

    Danke für eine eventuelle Antwort.

  4. Veröffentlich von Dr. Till Sukopp am 3. August 2015 um 16:43

    Das kommt einerseits auf die Gesundheit und Belastbarkeit des Trainierenden an und andererseits darauf, was sonst noch so trainiert wird. 5x/Woche voll Speed könnte aber durchaus auch zu Überlastungen führen. Das ist sehr individuell und lässt sich so pauschal schwer beantworten.

  5. Veröffentlich von Alexander am 6. August 2015 um 22:44

    Danke fürs Feedback.
    Naja, körperlich bin ich gesund, soweit ich weiß.
    Meine Frage sollte auch mehr in der Richtung gehen, ob es ein Zuviel beim Ausdauertraining gibt, und wenn, wo da die gefahren liegen, und das jenseits von Knie oder sonstigen Knochenproblemen etc.(die für mich eh ein Fremdwort sind). Herz, Kreislauf oder Hirn, wo liegt da dass Risiko eines Zuviel, wie relativ das „Zuviel“ auch sein mag?

  6. Veröffentlich von Alexander am 14. August 2015 um 19:36

    Nochmals vielen Dank für die Infos. Die genannten Punkte werde ich mir mal genauer vorknöpfen, und wahrscheinlich ist ein Weniger wohl immer besser als ein Zuviel – zumindest wenn man Sport zur Gesunderhaltung des Körpers betreibt.

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