Warum sollten wir wieder mehr krabbeln?

In den letzten Jahren liest man vermehrt von den Vorzügen des Krabbelns. Ist das nur ein Hype oder ist da tatsächlich etwas dran?

Warum sollte ich wieder mehr krabbeln, wenn ich doch schon gehen kann?

Der Bewegungsmangel und die Sitzerei im Alltag lassen unsere Bewegungsmuster und das kontrolliert koordinative Zusammenspiel des Körpers verkümmern, was man in jedem Stadtpark sehen und wovon jeder Trainer aus der Praxis berichten kann.

Ja, gehen können wir, aber laufen? In der Tierwelt hat jede Art ihren eigenen Laufstil. Im Rudel, in der Horde, o. ä. laufen alle Tiere exakt gleich.

Nur beim Menschen gibt es die verschiedensten, unnatürlichsten und teilweise auch schädlichen Laufformen wie jede Laufveranstaltung eindrucksvoll zeigt.

Krabbeln „zieht“ den Körper zusammen, d. h. dass die Arme und Beine wieder funktionell mit dem starken Rumpf verbunden werden – eine wesentliche Grundvoraussetzung für hohe körperliche Leistungen.

Hüften, Schultern und Rücken werden also sehr stabil und somit stark, u. a. auch, weil sich die Kraftübertragung von den Füßen zu den Händen und umgekehrt durch den Körper hindurch enorm verbessert.

Die Muskelschlingen auf der Vorder- und Rückseite des Körpers sind X-förmig angelegt. Dieses X wird in seiner Funktion bzw. dem funktionellen Zusammenspiel der Muskeln untereinander als auch hinsichtlich der Fähigkeit, mehr Muskelfasern innerhalb der einzelnen Muskeln gleichzeitig anspannen zu können durch das Krabbeln gestärkt.

Die allgemeine Koordinationsfähigkeit und (Kraft-) Ausdauer steigen.

Wenn Sie also mit wenig Zeitaufwand trainieren möchten oder eine Übung suchen, die viele Komponenten der Fitness gleichzeitig verbessert, dann ist das Krabbeln eine der besten Empfehlungen – und Sie können es praktisch überall durchführen.

 Hier gibt es eine Anleitung, wie Sie durch Krabbeln schnell und effektiv Ihre Fitness mit geringem Zeitaufwand verbessern können.

6 Kommentare

  1. Veröffentlich von Dr.Winfried Krüger am 4. Dezember 2017 um 15:10

    Sehr geehrter Herr Dr. Sukopp, als Sie früh im Jahr Krabbeln propagierten – unterlegt mit der lustigen Story von Ihrer Umkrabbelung Ihres Ferienhäuschen auf einer Halliginsel vor ungläubig dreinschauenden Feriennachbarn – da begann ich mit der Plackerei auf tauigem Rasen, krabbelte ganz gut, ließ es dann aber sein. Wollte immer mal wieder ´ran. Ihr Büchlein fein kommt gerade recht, denn wir gehen wieder überwintern an einen schönen Strand und meine Frau, gezwungen durch einige Wehwehchen, macht nun auch mit. Aus Angst, sie könne nicht weiter Golfspielen.
    Meisterhaft ist wieder Ihre Motivation. Sie haben die Fitness sublimiert auf ´AUF ALLEN VIEREN´
    Im Grunde haben Sie das Fitnessei des Kolumbus erdacht und serviert. Vielen Dank !

    P.S.: Sukoppjünger haben es bei Schulter und Handgelenk dank Ihrer Lieblingsübung KATZENBUCKEL/PFERDERÜCKEN leichter.

    • Veröffentlich von Till Sukopp am 5. Dezember 2017 um 6:34

      Vielen Dank Herr Dr. Krüger für Ihre schöne Rückmeldung. Ich wünsche viel Freude beim Krabbeln am Strand und gute Besserung für Ihre Frau!
      Herzliche Grüße, Till Sukopp

  2. Veröffentlich von Dr. med Elisabeth Dahlem am 5. Dezember 2017 um 12:16

    Danke, ich lese oder höre täglich Ihre Minute zur Fitness!
    Ich bin auch Ärztin und habe 1 Frage zur Einnahme von Vit D 3.
    Wieviel Einheiten pro Tag empfehlen Sie für einen normal aktiven Erwachsenen?
    Ich freue mich über eine Antwort.
    Dr.med Elisabeth Dahlem

    • Veröffentlich von Till Sukopp am 6. Dezember 2017 um 12:02

      Hallo Frau Dahlem,

      danke für Ihre Frage. Leider möchte ich sie pauschal nicht beantworten, aber meistens sind es mehrere Tausend Internationale Einheiten pro Tag.
      Ich arbeite mit den Formeln aus dem Buch „Gesund in sieben Tagen“ und die meisten kommen sehr gut damit zurecht. Dort wird geschaut, wie hoch der aktuelle Vitamin D3-Status ist, dann sättigt man sich in 5-7 Tagen auf den Zielwert auf und erhält anschließend eine individuelle Erhaltungsdosis für die tägliche Einnahme.

      Viele Grüße
      Till Sukopp

  3. Veröffentlich von Frank Poppen am 30. Dezember 2017 um 10:42

    Hallo, das Buch ist auch für mich wieder Anlass mit dem Krabbeln zu beginnen, um nach meiner Meniskus-OP (Knie macht leider nach 8 Monaten immer noch Sperenzchen) wieder die Grundfitness aufzubauen. Ich habe schon zuvor nach dem Konzept von Tim Anderson „Original Strength / Pressing Reset“ trainiert und damit eine gute Grundfitness erzielt. Besonders zur Vorbeugung oder Reha bei Rücken- und Schulterprobleme eine einfache aber extrem effektive Methode. Im Fitnessstudio haben einige zunächst geschmunzelt, aber nach Aufforderung mit mir ein paar Bahnen zu Krabbeln gab es schnell rote Köpfe und „dicke Backen“. Mich begeistert in dem Buch besonders der Trainingsplan und die motivierende Art (nicht lange Ausreden suchen, sondern in der Zeit das Krabbeln absolvieren / schlechter Tag, dann ein – zwei Tage im Programm zurück wieder einsteigen…). Danke

    • Veröffentlich von Till Sukopp am 31. Dezember 2017 um 17:33

      Na, das klingt doch großartig. Danke für die Rückmeldung!

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