Der wohl größte Fehler im Fitnesstraining

Das wichtigste Trainingsprinzip, welches jedoch am häufigsten im Freizeit- und Fitnesssport missachtet wird, ist das Prinzip des trainingswirksamen Reizes bzw. das der Belastungsprogression.

Es besagt, dass ein Training nur dann eine Leistungsverbesserung hervorrufen kann, wenn der Belastungsreiz eine bestimmte Schwelle überschreitet und dem Trainingsziel entspricht. So trainieren Gewichtheber mit schweren Hanteln und Marathonläufer sind stundenlang ohne Gewichte unterwegs.

Die Höhe des Reizes hängt dabei vom Fitnesszustand des Trainierenden ab. Je trainierter man ist, desto höher muss der Reiz sein. Der Körper strebt immer einen Gleichgewichtszustand an. Training sorgt dafür, dass dieser Zustand durch Belastung bzw. dosierte Überlastung gezielt gestört wird, um ihn auf ein höheres Leistungs-/Fitnessniveau anzuheben.

Da sich der Körper aber nur ungern stören lässt, ist er stets bestrebt, sich für die nächste Überlastung (das nächste Training) zu wappnen, damit er diese besser verkraftet und nicht mehr so „kalt erwischt“ wird wie bei den letzten Malen. Diese Wappnung oder Anpassung ist der gewünschte Trainingseffekt.  So sorgt z. B. Ausdauersport dafür, dass man beim Treppensteigen weniger oder erst später außer Atem gerät oder im Wettkampf in einer kürzeren Zeit das Ziel erreicht. Beim Krafttraining fallen nach einigen Trainingseinheiten die Übungen leichter, weil der Körper stärker geworden ist. Nun könnte und sollte man schwerere Übungen ausprobieren bzw. das Trainingsgewicht erhöhen.

Wird z. B. bei einer Kräftigungsübung die obere Wiederholungszahl innerhalb eines Satzes (Durchgangs) erreicht, so ist das Gewicht bzw. der Schwierigkeitsgrad der Übung zu erhöhen. Wenn im Trainingsplan z. B. steht, dass man 15-20 Wiederholungen bei Übung XY durchführen soll, dann ist das Gewicht für dieses Training zu leicht, sobald damit mehr als 21-22 Wiederholungen durchgeführt werden können. In diesem Beispiel ist dann also das Gewicht soweit zu erhöhen, dass man nur noch ca. 15-16 Wiederholungen schafft.

Wer immer das Gleiche macht, ohne eine Steigerung einzubauen, wird den derzeitigen Fitnessstand höchstens halten, sich aber nicht verbessern können. Es gilt im Training immer, den Körper adäquat zu fordern, ohne ihn dabei zu überlasten. Dies geht jedoch nur, wenn man kontinuierlich bestrebt ist, seine Trainingsleistungen wöchentlich zu verbessern.

Alles andere betrachtet der Körper vereinfacht gesagt als einen angenehmen, entspannenden Spaziergang, was auch mal schön ist, aber keine Trainingsfortschritte bewirkt, die das gesetzte Trainingsziel näher kommen lassen. Und wer zu lange ohne Ergebnisse auf der Stelle tritt, verliert die Motivation, wird frustriert und hört nicht selten wieder auf zu trainieren.

Leider ist dies der Alltag bei den meisten Freizeitsportlern in Fitnessstudios oder im Wald.

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